Kaum ein Mittelständler setzt Software allein ein. Zwischen Hersteller und Anwender steht fast immer ein IT- oder Systempartner: Er kennt die Prozesse des Kunden, hat das ERP eingerichtet, betreut die Updates und ist erster Ansprechpartner, wenn etwas klemmt. Dieses Modell hat den Mittelstand über Jahrzehnte gut versorgt.
Mit KI gerät es unter Druck – und zwar von zwei Seiten.
Das Dilemma der Systempartner
Seite 1: Kunden fragen nach KI. Jetzt, nicht in zwei Jahren. Die Bitkom-Zahlen zeigen, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen KI bereits nutzt – und die meisten mehr daraus machen wollen.
Seite 2: Eine eigene KI-Lösung zu bauen, überfordert die meisten. Modellauswahl, Datenschutz, EU AI Act, Berechtigungskonzept, Betrieb, ständige Weiterentwicklung – das ist ein eigenes Fachgebiet mit eigenem Tempo. Ein Systemhaus mit 20 Beratern kann das nicht nebenbei aufbauen.
Die Folge sieht man bereits: Viele Partner bauen eigene kleine Chatbots, jeweils für ein Produkt, jeweils anders. Für den Kunden entsteht wieder genau die Inselwelt, die Unternehmens-KI eigentlich überwinden soll.
Der Gegenentwurf: ein Ökosystem mit gemeinsamem Fundament
Die Alternative ist eine Arbeitsteilung, die man aus anderen Bereichen kennt:
- Ein Framework als Fundament – Datenschutz, Sicherheit, Modellanbindung, Berechtigungen, Governance werden einmal sauber gelöst
- Partner konfigurieren und erweitern – sie bringen das Prozess- und Kundenwissen ein, bauen Anwendungsfälle und eigenes Customizing
- Kunden behalten ihren Partner – statt für KI einen zweiten Dienstleister zu brauchen
Jeder macht, was er am besten kann. Und jeder neue Anwendungsfall, den ein Partner baut, profitiert vom selben geprüften Fundament.
Warum wir den KI Club gegründet haben
Genau für diese Arbeitsteilung gibt es den Avantgarde KI Club – ein Netzwerk, das sich vorzugsweise an Technologiepartner richtet: Entwickler und Systemkonfiguratoren, die den Avantgarde Co-Pilot bei ihren Kunden einsetzen, anpassen und erweitern.
Worum es dort geht, ist ganz praktisch:
- Architektur und Konfiguration – wie bindet man ein weiteres System an, wie baut man ein Werkzeug sauber?
- Anwendungsfälle teilen – was bei einem Kunden funktioniert hat, hilft dem nächsten
- Recht und Einordnung – AI Act, Datenschutz, Betriebsrat: gemeinsam statt jeder für sich
- Förderung – etwa das NRW.BANK-Programm für KI, das für viele Partnerkunden in NRW infrage kommt
Der Club ist bewusst ein vertraulicher Raum. Partner sprechen dort offen über Projekte, Probleme und Lösungen – das geht nur unter Fachleuten.
Was das für Anwender bedeutet
Wenn ihr als Unternehmen KI einsetzen wollt: Sprecht zuerst euren bestehenden IT-Partner an. Er kennt eure Prozesse am besten. Arbeitet er noch nicht mit einem KI-Framework, befähigen wir ihn, damit er euch weiterentwickeln kann. Wir wollen Partner nicht ersetzen, sondern stärker machen. Und wer noch keinen Partner hat, findet bei uns natürlich direkt Unterstützung.
Unsere Überzeugung
KI im Mittelstand wird nicht von einem einzelnen Anbieter gelöst – weder von einem Konzern noch von uns. Sie wird gelöst, wenn Fundament, Partnerwissen und Kundenprozesse zusammenkommen. Das ist mühsamer als ein schneller Chatbot, aber es ist das, was in fünf Jahren noch trägt.
Ihr seid IT- oder Systempartner und wollt KI-Lösungen für eure Kunden umsetzen? Mehr zum KI Club und Anmeldung: KI Club – jetzt eintragen · Fragen vorab: office@avantgar.de
An die Partner unter euch: Baut ihr KI selbst, kauft ihr zu – oder wartet ihr noch ab?