Einzweck-Tool oder Plattform-Copilot? Ein Auswahl- und DSGVO-Leitfaden für KI im ERP-Umfeld

Bei KI rund um ERP und Buchhaltung stellt sich früh eine strategische Frage: Setzt man auf mehrere spezialisierte Einzweck-Lösungen (je ein Tool für Angebote, Belege, Support) oder auf eine breitere Plattform-KI mit offener Schnittstelle, die mehrere Prozesse abdeckt? Einzweck-Tools sind oft schneller produktiv und günstiger im Einstieg; eine Plattform kann bei wachsenden, systemübergreifenden Workflows langfristig runder sein. Beides ist legitim – die Antwort hängt von Volumen, IT-Ressourcen und Wachstumsplänen ab.

Unabhängig von der Richtung lohnt eine kleine Governance-Checkliste, bevor Produktivdaten fließen:

  • Wo werden Daten verarbeitet (EU/Drittland), und gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag?
  • Werden eure Daten zum Training fremder Modelle genutzt – und lässt sich das abschalten?
  • Wer darf welche KI-Funktion nutzen (Rollen/Rechte), und gibt es einen Freigabe-Schritt?
  • Ist nachvollziehbar protokolliert, was die KI automatisch verändert hat?
  • Wie sieht der Notfall aus, wenn ein Anbieter ausfällt oder Preise stark ändert?

Klein anfangen, messbar machen, dokumentieren – so bleibt KI beherrschbar statt zum Blackbox-Risiko zu werden.

Hinweis: keine Rechtsberatung; DSGVO- und Vertragsfragen bitte mit Datenschutz-/Rechtsverantwortlichen klären.

Frage an die Community: Fahrt ihr eher die Best-of-Breed-Strategie mit vielen Spezial-Tools oder setzt ihr auf eine zentrale Plattform-KI? Was hat den Ausschlag gegeben?